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CLEANTECH: ZUKUNFTSFÄHIGE INNOVATIONEN - ENERGIEFFIZIENTE UND ENERGIEERZEUGENDE WASSERWIRTSCHAFT


4. CIO-Jahreskonferenz im BMWi in Berlin


Referenten der Jahreskonferenz 2017

4. Jahreskonferenz der CLEANTECH Initiative Ostdeutschland

Die optimale Ausnutzung der Energie-
potentiale, die Gewinnung von Strom und Wärme sowie die Anbindung der erneuerbaren Energien an wasserwirtschaftliche Anlagen haben einen hohen Stellenwert für die Wasserwirtschaft. Rund 90 Teilnehmer nahmen am 02. November 2017 an der 4. Jahres-
konferenz der CLEANTECH Initiative Ostdeutschland im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) teil. Neben den aktuellen politischen Rahmenbedingungen wurde vor allem über entscheidende Erfolgsfaktoren für Innovationen und Internationalisierung diskutiert und informiert. Neue Tendenzen und aktuelle Problemstellungen wurden vorgestellt.

  • Die Bildergalerie der 4. Cleantech-Jahreskonferenz finden Sie hier.


Die Energieeffizienz ist die zweite Säule der Energiewende und hat auch für die Wasserwirtschaft eine hohe Bedeutung, wenn es darum geht, effizienter mit Strom und Wärme umzugehenund Kosten zu sparen. Eine Verknüpfung zwischen der Energie- und Wasserwirtschaft bietet zukunftsfähige Lösungen an, die auf der diesjährigen Cleantech-Konferenz vorgestellt wurden. Es wurde u.a. gezeigt, welche Rolle die intelligente Vernetzung der Anlagen-und Speichertechnologien für diese Branche spielen, vor allem, wenn es darum geht, dezentrale Systeme mit intelligenter Steuerung zu integrieren.

Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie und Ostbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke, betont: "Die ostdeutschen Cleantech-Unternehmen haben mit ihrem Spezialwissen und ihren Spitzenprodukten absolut das Zeug dazu, auch auf den internationalen Cleantech-Märkten noch viel stärker als bisher zu punkten. Sie müssen diese Chancen aber konsequenter verfolgen und alleine oder zusammen mit Partnern auf den Auslandsmärkten deutlich präsenter werden. Durch eine bessere Verknüpfung der Kompetenzen kann Ostdeutschland seine Spitzenposition weiter ausbauen".

"Mit fortschrittlichen Ideen und Verfahren gestalten die ostdeutschen Unternehmen aktiv die Wasserwirtschaft der Zukunft mit – energieeffizient, energieerzeugend, innovativ, vernetzt und wettbewerbsfähig. Mit dieser Konferenz möchten wir einen neuen Impuls für Innovation, Investitionen und Internationalisierung setzen." betonte bei ihrer Begrüßung Frau Irena Bernstein, Netzwerkmanagerin der CLEANTECH Initiative Ostdeutschland.

Mit dem Winterpaket,das die Reform der Richtlinien für Energieeffizienz und der Förderung der erneuerbaren Energien beinhaltet, werden die europäischen Energierahmen neu gestaltet, diese werden auch Auswirkungen auf die energieoptimierte Wasserwirtschaft in Deutschland haben, berichtete Herr Schropp von der DIHK in Brüssel. Die Weichen, die die Politik stellt, sind wichtig für die kommunale Unternehmen, um Energiepotentiale zu nutzen und noch mehr Modernisierungsmaßnahmen umzusetzen.

Wasserwirtschaft – Energie im Fokus

Innovationen als Erfolgsfaktor für Wachstum und Internationalisierung

Die Steigerung der Energieeffizienz durch zeiteffiziente Analysen von Kläranlagen (Stadtentwässerung Dresden) und die Nutzung effizienter Pumpen (KSB AG), die Nutzung der Flexibilitätspotentiale in der Abwasserentsorgung (Berliner Wasserbetriebe) sowie weitere Innovationen (Sachsen Wasser, ARISU GmbH) wurden als erfolgreiche Praxisbeispiele gezeigt und auf der Veranstaltung erläutert. Diese neuen Lösungsansätze tragen dazu bei, den Energieverbrauch in den Wasser- und Abwasseranlagen zu senken und die Einbindung der Standorte Wasserwirtschaftlicher Anlagen in ein intelligentes, dezentral organisiertes Energiesystem ermöglichen. Innovationen helfen den Unternehmen nicht nur lokal wettbewerbsfähiger zu sein, sondern sie sind auch der Schlüssel für den internationalen Erfolg.

Konkurrenzfähige Produkte, Marktkenntnisse und eine klare Markterschließungsstrategie sind der Schlüssel zu einer erfolgreichen Erschließung neuer Märkte. Dies wurde im Rahmen der Podiumsdiskussion mit Vertretern von DWA, DBU, enviMV, WSK Puls GmbH, Fluss-Strom Energy GmbH und Bergmann AG klar herausgestellt. Initiative: Im Rahmen der Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass die Energiewende natürlich auch die Wasserwirtschaft braucht. Nicht nur die Senkung des Energieverbrauchs und die Erhöhung der Energieeffizienz, sondern auch die Nutzung der wasserwirtschaftlichen Anlagen als potentielle Standorte zur Gewinnung und Speicherung erneuerbare Energien gehört hier dazu. Neben Kläranlagen spielen Wasserkraftwerke und Pumpspeicherwerke eine wichtige Rolle. Es gibt noch weitere Potentiale, die ausgeschöpft werden können, dabei sollte die Wirtschaftlichkeit und die Umwelt immer im Vordergrund stehen.

Innovationen für die Zukunft – Wasser und Energie

Innovation ist ein langwieriger Prozess, von der Entstehung der Idee über die wissenschaftliche Entwicklung bis zur Umsetzung und Erprobung. Zukunftsfähige Entwicklungen verschiedener Unternehmen (BIO-H2 Umwelt GmbH, Tilia GmbH, DHI-WASY GmbH, VDI/VDE Innovation und Technik GmbH) zeigten die Innovationskraft der ostdeutschen Wasserwirtschaft im Bereich der energieeffizienten und energieerzeugenden Wasserwirtschaft. Alexander Riedel, Projektleiter bei BIOH2 Umwelt GmbH erläuterte die Bedeutung der PAD-Fabrik für kleinkommunale Kläranlagen "Die PAD Fabrik ist in der Lage, Biomasse flüssig zu speichern und dem Klärwerk je nach Bedarf Strom und Wärme zur Verfügung zu stellen."

Abgerundet wurde die Konferenz von Informationsständen, so z.B. von der WISTA Management und efa Leipzig GmbH.



Die CIO ist eine Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.

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