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KREISLAUFWIRTSCHAFT "PHOSPHORRÜCKGEWINNUNG UND STRATEGIEN ZUR RESTSTOFFVERWERTUNG BEI DER PHOSPHATRÜCKGEWINNUNG AUS KLÄRSCHLÄMMEN"


Irena Bernstein & Prof. Martin Bertau

2. CIO-Arbeitskreistreffen Kreislaufwirtschaft unter dem Motto: "Phosphorrückgewinnung und Strategien zur Reststoffverwertung bei der Phosphatrückgewinnung aus Klärschlämmen".

Am Dienstag dem 6. Februar 2018 trafen sich 40 Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft in der TU Bergakademie in Freiberg um gemeinsam über die aktuellen Thematiken der Phosphorrückgewinnung und Klärschlammverbrennung zu diskutieren. Die Veranstaltung bot den Teilnehmern eine Plattform zum Austauschen, Netzwerken sowie zur intensiven Kontaktanbahnung.



Die Teilnehmer wurden durch die Netzwerkmanagerin der CLEANTECH Initiative Ostdeutschland, Irena Bernstein, und dem Institutsdirektor der TU Bergakademie Freiberg, Prof. Dr. Martin Bertau zum 2. Arbeitskreistreffen begrüßt. Nach einer kurzen Vorstellung der Ziele des Arbeitskreises, hatten alle anwesenden Unternehmen die Möglichkeit sich und ihr Unternehmen in einem zwei minütigen Pitch zu präsentieren.

Im Anschluss folgte der erste Impulsvortrag von Sebastian Strebe von IPU Dr. Born – Dr. Ermel GmbH. Er gab den Teilnehmern einen Einblick in die Planung einer Thermischen Klärschlammverwertungsanlage auf Rügen. Dabei ging er vor allem auf die allgemeine Problematik der Klärschlammbehandlung ein und berichtete über die Realisierung des Projektes.

Über Neue Verfahren der P-Rückgewinnung aus Klärschlämmen sprach Dr. Christian Kabbe von der Deutschen Phosphor-Plattform. Dabei ging er auch auf politische Rahmenbedingungen sowie auf zukünftige Entwicklungen ein.

Nach einer kurzen Kaffeepause, in der die Teilnehmer die Möglichkeit hatten sich intensiv auszutauschen sowie einige Ausstellungsstücke der Uni Freiberg zu betrachten, eröffnete Prof. Dr. Martin Bertau den 2. Vortragsblock. Aus Sicht der Wissenschaft gab er noch mal einen allgemeinen Einblick in die P-Rückgewinnung, Zusammensetzung der Klärschlammmasche und belegte alles am Beispiel der PARFORCE Technology. Besonders fokusierte er allerdings in seinem Vortrag die Verwendung von Geopolymeren Stoffen. Dabei stellte Herr Prof. Bertau die Eigenschaften sowie die Herstellung und die Herausforderungen vor. Am Ende hatten die Teilnehmer die Möglichkeit verschiedene Endprodukte aus Geopolymeren Stoffen selbst einmal in der Hand zuhalten.


Dr. Maximilian Hempel von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt stellte aktuelle DBU Projekte sowie geeignete Fördermöglichkeiten vor. Mit Hilfe der DBU können innovative Projekte die der Umweltentlastung dienen vorangetrieben werden. Besonders hervorgehoben wurden dabei die „Ziele nachhaltiger Entwicklung“ (SGD), welche in New York im September 2017 während der Generalversammlung beschlossen wurden. Die SGD befassen sich unteranderem stark mit den Phosphorresserven weltweit und dem Abbau von Phosphat.

Sandra Michael von den Stadtwerken Jena begrüßte die Teilnehmer aus der Mittagspause zurück und freute sich über die Möglichkeit die Klärschlammkonzeptionen des ZV JenaWasser und der Ostthüringer Verbände zu präsentieren. Nach einer kurzer Vorstellung der ZV JenaWasser folgte ein spannender Überblick über die Entwicklung des Klärschlammaufkommen und –entsorgung. 

Im Anschluss sprach Marius Stöckmann von der EurA AG über Potentiale für den regenerativen Energiespeicher Methanol.  Dabei ging er auf den allgemeinen Aufbau, auf die Wirtschaftlichkeit sowie auf Synergieeffekte des Stoffes ein. Zum Abschluss folgte noch eine kurze Zusammenfassung und Ausblick über die zukünftige Entwicklung des Methanols.

Als letzter Vortragender sprach Dr. Peter Fröhlich von der TU Bergakademie zu den Teilnehmern. Er schilderte die Vorgehensweise des erfolgreichen P-Rückgewinnung Verfahrens PARFORCE. Am Ende hatten die Teilnehmer die Möglichkeit die neu erbaute Demonstrationsanlage in der TU Bergakademie Freiberg "live" zu erleben.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Kurzvorstellung von 5 Unternehmen:

  • Gelsenwasser Entwicklungsgesellschaft Dresden mbH
  • Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC
  • EurA AG
  • Steinbeis-Transferzentrum Ressourcen-Technologie Management
  • Fraunhofer IKTS 

Bevor die Teilnehmer sich intensiv während des Networkings austauschen konnten, wurde über die weitere Entwicklung sowie Thematik des nächsten Arbeitskreistreffen diskutiert. Gesprächsleiter waren dabei Irena Bernstein und Prof. Dr. Martin Bertau. Im Laufe des Tages wurde zwischen den Teilnehmern, Referenten und Arbeitskreisleitern viele anregenden Gespräche geführt. Ein weiteres Treffen ist für September 2018 geplant.



Bei Fragen steht Ihnen das Team der CIO gern zur Verfügung.