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AUSGEWÄHLTE ORGANISATIONEN UND STUDIEN


Enge Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft


Mit dem GridLab, das gemeinsam von der 50Hertz Transmission GmbH und der BTU Cottbus-Senftenberg etabliert wurde, verfügt die Region über eine einzigartige Forschungs- und Trainingsinfrastruktur.

In Kooperation mit den Firmen ENERTRAG und TOTAL Deutschland betreibt die BTU zudem ein Wasserstoff- und Speicherforschungszentrum mit einer Versuchsanlage, bei der Wasserstoff mittels Druckelektrolyse von bis zu 60 bar und optimaler Anpassung an die Stromeinspeisung aus Windkraftanlagen erzeugt wird. Das Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg spielt eine zentrale Rolle bei der Initiierung von F&E-Kooperationen und Schaufenster-Verbundprojekten.


Die Hauptstadtregion ist Forschungshochburg


Die deutsche Hauptstadtregion hat die dichteste Forschungslandschaft in ganz Deutschland und kann damit auch im europaweiten Vergleich punkten. 52 Hochschulen und rund 200 öffentliche und private Forschungseinrichtungen, darunter 23 Institute der Leibniz-Gesellschaft, zehn Fraunhofer-Institute, acht Max-Planck-Institute und sieben Institute der Herrmann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) sowie mehr als ein Dutzend Forschungseinrichtungen des Bundes befinden sich hier. Wissenschaft und Forschung zählen zu den wichtigsten Stärken und Wachstumsfaktoren. International ausgerichtet, fungieren sie als starke Treiber in der Innovationsregion Nummer 1 in der Bundesrepublik und stärken über die enge Vernetzung mit der Wirtschaft in neun Wachstumsclustern die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der deutschen Hauptstadtregion. Die ZukunftsAgentur Brandenburg unterstützt diese Kooperation von Forschern und Unternehmern mit ihren Spezialisten für Innovationen, Existenzgründungen und Patente tatkräftig und berät gerne in allen Fragen zu diesem Thema.


Folgende weitere Forschungseinrichtungen im Land Brandenburg mit dem Bezug zu Cleantech:


Brandenburgs Weg zur Industrie 4.0


Der Aktionsplan "ProIndustrie", der unter Beteiligung des Ministeriums für Wirtschaft und Energie, der Landesregierung sowie von Wirtschafts- und Sozialparntern 2012 verabschiedet wurde, liefert wichtige Handlungsansätze zur viel genannten und diskutierten Industrie 4.0. Eine umfassende Vernetzung der Produktion – der Maschinen, der Beschäftigten und auch der Kunden – ermöglicht eine flexible Umstellung in Echtzeit. Kürzere Reaktionszeiten sollen Energie und Material einsparen und auch Kleinserien kostengünstig realisieren. Durch die "4. industrielle Revolution" werden Industriebetriebe außerdem exportstärker gemacht.

Kurz – die Innovationsfähigkeit und Exportorientierung, Sicherung des Fachkräftenachwuchses, bessere Ressourceneffizienz und ein strukturierter Austausch zur Industriepolitik soll zwischen den Sozialpartnern gewährleistet sein.

Am 01. Januar 2015 startete an der BTU Cottbus-Senftenberg das "Innovationszentrum Moderne Industrie Brandenburg". Hauptanliegen dieser Einrichtung ist die Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen im Land Brandenburg. Im Fokus stehen dabei die Entwicklung einer zukunftsorientierten und innovationsstarken Industriestruktur mit besonderer Beachtung von KMU-Bedarfen, die Entwicklung und Herstellung intelligenter Produkte und Produktionseinheiten im regionalen Wirtschaftsverkehr sowie die Transformation der Wertschöpfungsketten und industriellen Servicestrukturen zu international wettbewerbsfähigen Angeboten.


Ausgewählte Projekte der Hauptstadtregion im Bereich Cleantech:

  • "Nährstoffrecycling" - Bioverfahrenstechnik
    Untersuchung des Potentials alternativer Verfahren der Nährstoffrückgewinnung aus dem Abwasserstrom, um dem zunehmenden Verbrauch natürlicher Nährstoff-Ressourcen entgegen zu wirken.
  • "Askuris" - Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung
    Bewertung der Wirksamkeit von Oxidationsverfahren mit bzw. ohne eine nachgeschaltete Filtration zur Entfernung von Spurenstoffen im Wasserkreislauf. Darüber hinaus werden mögliche Prozesskombinationen sowie der Ort ihres Einsatzes (z.B. Wasserwerk vs. Kläranlage) durch Ökobilanzen bewertet.